Neue Kooperation in der deutschen Schifffahrt: Die Hamburger MPP-Reederei dship Carriers und der Shipmanager NSB aus Buxtehude legen ein Joint Venture auf. Die CEOs Lars Feller und Tim Ponath machen das Joint Venture zuerst im HANSA Podcast publik. Es ist gewissermaßen eine ungewöhnliche Konstellation, die sich in der deutschen Schifffahrt gefunden hat. dship Carriers hat das technische Management bislang anderen Unternehmen anvertraut, die NSB war bislang nicht in der klassischen MPP-Schifffahrt aktiv. Lars Feller und Tim Ponath erläutern in der neuen Episode des HANSA Podcasts, wie es zu der Zusammenarbeit kam und berichten von den Hintergründen. Das Gespräch geht aber auch weit über das neue Joint Venture hinaus. Worum geht es bei der Zusammenarbeit? Der Name des Joint Ventures ist Hinode Shipmanagement. Es wird aufgesetzt für sechs MPP-Neubauten von dship Carriers, und zwar für das technische Management und das Crewing. Die Frachter sollen zwischen Juni dieses Jahres und Ende 2027 in Fahrt kommen. "Für diese Schiffe wollten wir einen anderen Weg gehen und mehr Hand auf das Management haben", sagt Feller und geht auf weitere Details ein – unter anderem, ob es Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit anderen Shipmanagern geben könnte. Er spricht von einer Entwicklung zur Reederei und einem "logischen Schritt". "Für uns ist das ein Einstieg in ein neues Schiffssegment", sagt NSB-Chef Ponath, "aber wir sind aus der Vergangenheit vertraut mit komplexen Projekten. Daher bin ich super zuversichtlich und euphorisch, dass es ein Mega-Start wird". Der CEO spricht von zwei Unternehmen, die bestimmte Werte teilen (und von einer "neuen Freiheit" der NSB. Beide Manager betonen den Plan, das Joint Venture weiter wachsen lassen zu wollen – auch mit Schiffen anderer Unternehmen. Das Wachstum ist auch für die einzelnen Flotten der beiden Schifffahrtsunternehmen ein Thema des Gesprächs. Dabei geht es um potenzielle Neubauten für dship und NSB, Schiffsgrößen und -segmente sowie die nötigen Rahmenbedingungen bzw. Voraussetzungen. Lars Feller und Tim Ponath sprechen u.a. auch über weitere Details des Joint Ventures (Sitz, Anteile, "Rote Linien" etc.), gemeinsame Werte von inhabergeführten Unternehmen, die generelle Bereitschaft zur Zusammenarbeit in der deutschen Schifffahrt, die MPP-Neubauten von dship und weitere Flottenpläne, die Möglichkeit eigener Neubauten für NSB, die Zusammenarbeit von NSB mit anderen MPP-Akteuren (im Crewing), die Frage nach weiteren Neubauten oder S&P-Transaktionen für dship, die Frage nach einem Einstieg von NSB und von dship in neue Schiffssegmente, die "neue Freiheit" von NSB nach dem Ausstieg von Anteilseignern, Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage auf das Alltagsgeschäft und Schiffe, die im Zuge der iranischen Blockade der Straße von Hormus im Persischen Golf festhängen.
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