Ich bleibe bei dir
Wie Sie den herausfordernden Alltag mit Demenz und Alzheimer liebevoll meistern, Konflikte vermeiden und wieder eine tiefe Verbindung aufbauen.
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Narrated by:
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Yvonne Eitz
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By:
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NORA STERN
About this listen
Manchmal genügt ein einziger Satz, um den Alltag zu erschüttern. Eine harmlose Frage – gestellt im eigenen Wohnzimmer – macht sichtbar, wie sehr sich die vertraute Welt verändert. Für Angehörige von Menschen mit Demenz gehören solche Momente zum Alltag: Missverständnisse, Unruhe, Erschöpfung und das Gefühl, gegen eine unsichtbare Kraft anzukämpfen, die Erinnerungen mitnimmt.
Ich bleibe bei dir begleitet Menschen, die einen demenzerkrankten Angehörigen unterstützen. Der Ratgeber beschreibt einfühlsam, wie innere Spannungen, Schuldgefühle und Überforderung entstehen – und wie Nähe bewahrt werden kann, wenn Worte an Klarheit verlieren. Das Buch dramatisiert nicht, sondern bietet Orientierung für einen Alltag voller Unsicherheit.
Im Mittelpunkt steht ein Ansatz, der nicht auf Konfrontation setzt, sondern auf Verbindung. Er zeigt, wie Kommunikation gelingt, wenn logische Argumente nicht mehr greifen: Gefühle hinter verwirrenden Aussagen wahrnehmen, anerkennen und so Situationen entschärfen, die sonst leicht eskalieren. Die Impulse sind praxisnah und fördern Ruhe und Verstehen.
Dialogbeispiele veranschaulichen Reaktionen in typischen Stressmomenten – etwa beim Aufstehen, beim Essen oder in Phasen abendlicher Unruhe. Ein Schwerpunkt liegt auf der Validation: einer Haltung, die nicht korrigiert, sondern die innere Erlebniswelt des anderen ernst nimmt. So entsteht Verständigung, die trägt, auch wenn Sprache brüchiger wird.
Ich bleibe bei dir ist ein ruhiger Begleiter für alle, die Orientierung suchen, ohne belehrt zu werden – mit dem Ziel, die Beziehung zu einem geliebten Menschen weiterhin mit Wärme und Respekt zu gestalten.
- Alltagsnahe Dialogbeispiele für typische Konfliktsituationen
- Validation als Schlüssel zu Ruhe und Verständnis
- Praktische Impulse für nonverbale Verbindung
Please note: This audiobook is in German.
©2025 Lauren Whitmore (P)2026 Lauren WhitmoreListener received this title free
Die Autorin unterteilt das Thema in verschiedene Kapitel, um eine praktische Hilfestellung für die Pflege und das Leben mit an Demenz erkrankten Menschen anzubieten. Neben Sätzen, die so oder so ähnlich im Alltag mit jeder an Demenz erkrankten Person fallen kann, werden alternative Formulierungen angeboten, die den Konflikt lösen, umschiffen oder aus dem Weg räumen können, bevor er Schaden anrichtet. Ich stimme nicht mit allem überein, aber mit vielem. Zu der Inhaltskritik:
Das erste, wofür das Buch Verständnis schaffen möchte ist die Situation der erkrankten und die Einsicht, dass ihre Handlungen und Aussagen 1. häufig ein Symptom der Krankheit und 2. nicht gegen ihre Familienmitglieder persönlich gerichtet sind. Die erkrankte Person ist nicht mehr die, die sie früher war, hat nicht mehr den gleichen Wortschatz und die gleiche Gewandtheit wie früher, um das auszudrücken was sie bewegt, was sie gerade fühlt oder was ihr Angst macht.
Nachdem ein grundlegendes Verständnis dafür hergestellt wurde, geht Nora Stern auf Situationen mit Konfliktpotenzial ein. Wo sind die Fallstricke und wie kann man sie umgehen?
Hier habe ich am ehesten eine Schwäche - wenn es denn eine gibt - gesehen. Was mir gefehlt hat ist, dass trotz aller Gemeinsamkeiten, gibt es auch viele Unterschiede bei den Demenz-Erkrankten. 1. Nicht jeder Tag ist gleich. Es gibt Tage, da blickt die Persönlichkeit der Person stärker durch als an anderen, Wissen und Erinnerungen sind leichter abrufbar und dann schiebt sich wieder eine Wolke davor und was eben noch greifbar war ist jetzt auf gleich verschüttet.
2. Menschen mit Demenz haben nicht immer weniger Appetit und es fällt schwer sie zum Essen zu bewegen. Auch das Gegenteil kann der Fall sein. Wenn dann noch ein Diabetes hinzukommt und die pflegende Person ein Auge auf die Broteinheiten haben muss, dann sind die Ratschläge zur Belohnung was leckeres anzubieten (z.B. Apfelsaft, Eis, Kekse, Kuchen…) viel schwerer umsetzbar, wenn überhaupt. Aber es sind nur Beispiele!
3. Das einzige echte Problem hatte ich mit dem vorgeschlagenen Umgang mit den zu verabreichenden Medikamenten. Ich persönlich würde nie das wichtige Herzmedikament als Vitamine oder Stärkungsmittel bezeichnen oder heimlich versuchen es unterzuschieben. Wenn das die Person mit bekommt ist das Vertrauen beschädigt und ich möchte nicht lügen müssen!
Alles in Allem sind hier jedoch gute Vorschläge und Ansätze enthalten, so dass jeder Einzelne sich etwas mitnehmen kann.
Ich fand es beispielsweise sehr hilfreich, immer auf das Bedürfnis oder das Gefühl des Angehörigen zu schauen, dieses anzuerkennen. Wer sich mit dem Konzept der gewaltfreien Kommunikation auskennt, sollte keine Probleme haben das auch umzusetzen.
Ich persönlich fand am hilfreichsten die Vorschläge und Beispiele, wie wieder eine Verbindung zu der erkrankten Person geschaffen werden könnte. Das erhöht die Lebensqualität von beiden Seiten!
Am allerwichtigsten war jedoch der letzte Abschnitt im Buch, der teilweise auch schmerzhaft ist. Bei allem, was wir wollen, was wir uns vornehmen müssen wir auch anerkennen, dass die besten Absichten nicht immer ausreichen. Wir machen Fehler, wir sind manchmal überfordert und handeln oder reagieren so, wie es nicht dem eigenen Anspruch entspricht.
Dann müssen wir ehrlich zu uns sein, uns verzeihen, um konkrete Hilfe bitten und diese auch annehmen.
Die Sprecherin hat das Buch gefühlvoll eingelesen und wenn ich mir weitere mögliche Alternativen für Dialoge in den beschriebenen Situationen vorstelle, dann höre ich ihre Stimme. Sie hat damit die Botschaft des Buches für mich sehr wirksam vermittelt.
Zusammengefasst ist das Hörbuch für mich ein gelungenes Werk und durchaus geeignet, um sich dem Thema zu nähern oder anders zu begegnen. Deshalb kann ich es nur empfehlen!
Ehrliche, praktische Hilfestellung für den Alltag mit an Demenz erkrankten Familienangehörigen
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